Pfefferspray / Tränengas

Was ist Pfefferspray?

Als Pfefferspray wird gemeinhin ein reizendes Spray zur Tierabwehr bezeichnet. In der Regel wird Pfefferspray in Druckbehältern wie z.B. Sprühdosen verkauft und enthält den Wirkstoff Capsaicin. Dieser wird aus dem Extrakt der Chili Pflanze Capsicum frutescens gewonnen, auch unter dem Namen Tabasco bekannt und kann bei Hautkontakt zu starken Reizungen führen.

Funktionsweise von Abwehrsprays

Die gängigste und in Deutschland frei verkäufliche Variante ist die Sprühdose (Reizstoffsprühgerät). In dieser liegt der Wirkstoff als Schaum oder Gel vor und das Behältnis steht unter hohem Druck. Wird der Auslösemechanismus, z.b. ein Druckknopf, betätigt, so wird der Schaum oder das Gel durch den Druck ausgeworfen. Je nach Modell tritt der Inhalt als Kegel oder Strahl aus und kann dadurch in 1,5 bis 5 m Entfernung seine Wirkung entfalten.

Von Polizeikräften wird selten auch Capsaicin-haltige Munition in nicht-lethalen Waffen bei Demonstrationen oder Straßenschlachten eingesetzt. Diese zerplatzen leicht beim Aufprall auf den Körper und setzen daraufhin den Wirkstoff in einer Wolke frei.

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  • Von Privatpersonen darf Pfeffer-Spray in Deutschland nur zur Tierabwehr eingesetzt werden. Es unterliegt somit nicht dem WaffG (Tierabwehrspray). In Notwehrsituationen ist der Einsatz von Pfefferspray als Verteidigung gegen Menschen jedoch erlaubt

Ist der Einsatz in Deutschland legal?

Der Erwerb von Pfeffersprays ist dann erlaubt, wenn das Produkt explizit als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Der praktische Einsatz von frei verkäuflichen Pfeffersprays zur Verteidigung gegen aggressive Tiere ist ebenso legal und rechtmäßig. Darüber hinaus ist nur erlaubt ein Pfefferspray in der Öffentlichkeit mitzuführen, wenn die Verteidigung gegen Tiere der Grund und die Absicht des Mitführens sind (Bereithaltegrund).

Wird man jedoch als Person von einem anderen Menschen unmittelbar, physisch und rechtswidrig angegriffen, so darf man das Pfefferspray in Notwehr einsetzen. Ebenso darf man es in der Nothilfe anwenden, wenn eine dritte Person auf dieselbe Weise angegangen wird.

Diese Regelungen sind der Grund für die freie Verfügbarkeit von Pfeffersprays zur Tierabwehr, da sie anderenfalls unter das Waffengesetz fallen würden.

Anwendungsgebiete

Primär findet Pfefferspray in der Abwehr von Tierangriffen Anwendung, seien es Haus- oder Wildtiere. So wird es beispielsweise in Kanada, Sibirien (Russland) oder Alaska (USA) unter anderem zur Abwehr von Bären eingesetzt.

Auch die Polizei oder Sondereinsatzkräfte nutzen Pfefferspray als nicht-lethale Maßnahme der Verteidigung. Privatpersonen ist es nur unter den Umständen der Notwehr oder Nothilfe erlaubt, ein solches Spray gegen Menschen zu verwenden.

Die Wirkung von Pfefferspray

Pfeffersprays enthalten den Wirkstoff Capsaicin. Dieser aktiviert bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhäuten die äußeren Schmerzrezeptoren und ruft so eine Schmerzreaktion hervor. Bei Kontakt mit den Augen äußert sich das in starkem Brennen und Tränenfluss sowie einem Anschwellen der Augen für einige Minuten, was in den meisten Fällen ein Schließen der Augen zur Folge hat. Der Kontakt mit den oberen Atemwegen ruft einen heftigen Hustenreiz hervor und kann sogar zur Atemnot führen. Auf der Haut macht sich Capsaicin als kräftiges Brennen bemerkbar, da eine entzündungsähnliche Reaktion auftritt, durch die es zusätzlich zu Rötungen kommen kann.

Was tun nach Kontakt mit Pfefferspray?

Die meisten Hersteller raten dazu die betroffenen Stellen, vor allem die Augen, mit kaltem Wasser für einige Minuten vorsichtig und gründlich ab- bzw. auszuspülen. Wenn möglich ist es außerdem ratsam die Hände mit Seife zu waschen, um den häufig öligen Film von den Händen zu entfernen.

Auch danach sollte vermieden werden die getroffenen Stellen zu reiben oder zu kratzen, da dies den Wirkstoff nur weiter verteilt und tiefer in die Haut einmassieren kann. Falls das Pfefferspray in geschlossenen Räumen zum Einsatz kam, sollte man sich zudem zügig ins Freie an die frische Luft begeben, um der Reizung der Atemwege entgegenzuwirken.

Wichtig! Die hier vorliegenden Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Inhalte wurden in der eigenhändigen Recherche zusammengetragen. Für weitere Details und Fragen kontaktieren Sie einen Anwalt!

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  • Anwendung – 5m Strahl-Sprühweite für sichere Anwendung. Ideal in geschlossenen Räumen. Bei Hunden direkt auf Augen, Nase, Lefzen sprühen. Nach Einsatz Klamotten im Idealfall chemisch reinigen lassen
  • Hinweis – Pfefferspray zählt in GER zu Tierabwehrsprays, das vorsätzlich gegen Menschen nicht verwendet werden darf. Nutzen Sie das Spray nur im Verteidigungsfall gegen Tiere, Missbrauch ist strafbar
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Weiterführende Links
  1. Pfefferspray | wikipedia.org

Titelbild: © Jörg Blanke – pixelio.de