Elektroschocker

Was ist ein Elektroschocker?

Ein Elektroschocker ist eine Waffe, die einen Angreifer mithilfe eines elektronischen Schlages außer Gefecht setzen kann. In der Regel sind solche Geräte nicht tödlich, sondern sorgen nur für einen Zustand, indem die getroffene Person sich einige Sekunden nicht mehr bewegen kann.

Welche Ausführungen gibt es?

Bei Elektroschockern wird zwischen folgenden Ausführungen unterschieden:

  • Handgerät
  • Stabgerät
  • Elektroschockpistole und
  • Drahtlose Elektroschockprojektile

Das Stabgerät, auch Taser genannt, wird häufig kritisch angesehen, da es sich hierbei um eine Angriffswaffe und nicht um Verteidigungswaffe handelt. Die Elektroschockpistole arbeitet mit Widerhaken versehenen Projektilen, die bis zu zehn Meter abgeschossen werden können. Sie haben eine Verbindung mit dem Gerät und können mithilfe eines Abzugshebels Stromstöße erzeugen. Das Handgerät wird in der Handfläche getragen und kann daher unauffällig getragen werden. Die Form ähnelt einer Pistole, allerdings muss ein direkter Kontakt erzeugt werden.

Drahtlose Elektroschockprojektile bestehen aus einer Batterie oder auch einem geladenen Kondensator und einem Widerhaken. Sie werden mit einer Schrotflinte oder einer anderen hierfür geeigneten Waffe abgeschossen.

-9%

Kerbl 11215 Viehtreiber HandyShock, inklusiv Batterien*

Kerbl 11215 Viehtreiber HandyShock, inklusiv Batterien*
  • ergonomisch geformtes Gehäuse für leichtes Handling
  • durch Ein-/Ausschalter gegen unbeabsichtigtes Auslösen gesichert
  • Druckknopf mit "easy touch"

Funktion und Wirkungen

Ein Elektroschocker kann eine sehr hohe Spannung erzeugen, um einen Angreifer abzuwehren. Dieser wird außer Gefecht gesetzt, sodass ausreichend Zeit für die Flucht besteht. Zudem werden Entladungsblitze erzeugt, deren Geräusch viele Angreifer bereits in die Flucht schlägt. Wenn dieser getroffen wird, kann er sich zwar einige Sekunden nicht bewegen, trägt aber keine bleibenden psychischen oder physischen Schäden davon. Die Wirkung eines Elektroschockers ist vor allem davon abhängig, wie lange er den Angreifer trifft. Bei 0,5 Sekunden wird ein kurzer Schlag erzeugt, der zu einem Muskelkrampf führt.

Bei ein bis drei Sekunden fällt dieser weitaus stärker aus, sodass der Angreifer sich länger nicht bewegen kann. Wird der Auslöser vier bis fünf Sekunden gedrückt, wird der Angreifer durch sehr starke Muskelkrämpfe zu Fall gebracht. Zudem wird seine Orientierung eingeschränkt und es entstehen sehr starke Nervenschmerzen.

Wie ist ein Elektroschocker einzusetzen und was dabei zu beachten?

Idealerweise sollte es nie zu einer Situation kommen, in der ein Elektroschocker eingesetzt werden muss. Wenn es jedoch einmal zu einer solchen kommt, kann er sehr hilfreich sein. Um allerdings juristisch auf der sicheren Seite zu ein, sollten einige Punkte beachtet werden. Viele Hersteller statten ihre Geräte mit einem lauten Knall aus, wenn sie ausgelöst werden. Dadurch werden viele Angreifer schon ohne Kontakt mit dem Elektroschocker in die Flucht geschlagen. Grundsätzlich sollten diese so eingesetzt werden, dass das eigene Wohl erhalten können. Anschließend wird die Flucht ergriffen und die Polizei kontaktiert. Wenn es allerdings andere Möglichkeiten gibt, den Angreifer abzuwehren, sollten diese immer bevorzugt werden, bevor zum Schocker gegriffen wird.

Zulässigkeit nach Waffengesetz

Seit dem ersten Januar 2011 sind in Deutschland alle Elektroschocker verboten, die über kein Prüfzeichen der sogenannten Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB)verfügen. Diejenigen, die vor diesem Zeitpunkt ein solches Gerät erworben haben, dürfen diese weiterhin in den eigenen vier Wänden besitzen und auch nutzen. Und auch wenn ein Dritter die Erlaubnis erteilt hat, ist die Nutzung erlaubt. Wichtig ist hierbei, dass das Kaufdatum des Gerätes nachgewiesen werden kann. Daher sollte die Rechnung immer gut aufbewahrt werden, um keine Probleme zu bekommen.

Am ersten Januar 2011 wurde zudem festgelegt, dass Elektroimpulsgeräte nicht mehr auf öffentlichen Straßen, Wegen und auch Plätzen geführt werden dürfen. Zudem können sie nicht mehr ohne Weiteres an Dritte übertragen werden. Hierfür muss im Vorfeld eine Genehmigung des Bundeskriminalamtes eingeholt werden. Wer gegen diese Regelungen verstößt, begeht eine nicht zu vernachlässigende Ordnungswidrigkeit. Und diese wird im schlimmsten Fall mit einer Geldbuße bis zu enormen 10.000 Euro geahndet. Ohne die Genehmigung des BKAs dürfen Elektroschocker ohne das benötigte Prüfzeichennur an die Polizei und Waffenbehörden ausgegeben werden. Die Beförderung muss hierbei in einem geschlossenen Behälter erfolgen. Will eine Privatperson einen Elektroschocker mit Prüfzeichen erwerben, muss diese mindestens 18 Jahre alt sein.

Wichtig! Die hier vorliegenden Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Inhalte wurden in der eigenhändigen Recherche zusammengetragen. Für weitere Details und Fragen kontaktieren Sie einen Anwalt!
-5%

Elektroschocker Power 500.000 Volt (frei ab 18 Jahre!)*

Elektroschocker Power 500.000 Volt (frei ab 18 Jahre!)*
  • 500.000 Volt
  • Handschlaufe mit Sicherungsstift
  • Gürtelclip
Weitere Artikel
Weiterführende Links
  1. Elektroimpulswaffe | wikipedia.org
  2. Kennzeichnungspflicht für Elektroimpulsgeräte (sogenannte Elektroschocker) | bka.de

Titelbild: © geralt – pixabay.de